Freitag, 09. Januar 2015Finanzen | Banken | Versicherungen

Autodieb
Autodieb

So schützt man sich vor Autodieben

Gablenz, Deutschland – Wenn ein Auto gestohlen wird, dann ist der Ärger für den geschädigten Halter natürlich groß. Zwar hat sich die Zahl der Fahrzeugdiebstähle in Deutschland laut dem Gesamtverband der Versicherer (GDV) von 2001 bis heute fast halbiert, mehr Sicherheit für das eigene Auto bringt das aber nicht. Auch weil es im Jahr 2013 noch immer rund 19.000 kaskoversicherte Diebstähle gab. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, da laut Bundeskriminalamt die Zahl mit knapp 37.500 weit höher liegt. Diese Differenz kommt dadurch zu Stande, weil Geschädigte älterer Autos mit einer nur vorhandenen Kfz-Haftpflichtversicherung in der Statistik der GDV nicht auftauchen.
Aus diesem Grund sollte alles dafür getan werden, um sich vor einem möglichen Diebstahl zu schützen. Heutige Autos bieten zwar einen gewissen Basisschutz, der Diebe abschrecken soll, jedoch hat man hierbei oft das Gefühl, dass Verbrecher der neuesten Entwicklung immer einen Schritt voraus sind. Waren früher Autodiebe noch mit Drahtschlaufe und Schraubendreher auf Beutezug, so arbeiten diese heute mit Störsendern, fangen Codes ab oder hacken gleich das ganze Fahrzeug. Dagegen bietet eine elektronische Wegfahrsperre, die seit Januar 1998 bei allen Neuwagen Pflicht ist, nur wenig Schutz. Mehr Sicherheit bzw. eine abschreckende Wirkung ist durch die Nutzung eines Lenkradschlosses oder einer Lenkradkralle zu erreichen, die nicht selten schon für unter 40 Euro angeboten werden. Allerdings sind die oft simplen Schließzylinder dieser Systeme für Profis keine große Hürde. Experten empfehlen deshalb, für einen gewissen Schutz, eher eine massive Parkkralle an einem Rad. Diese jedoch bringt durch Unhandlichkeit im Alltag nur wenige Pluspunkte.
Neben diesen mechanischen Hilfsmitteln, lassen sich aber auch die technischen Innovationen, die bei besonders teuren Autos häufig zur Ausstattung gehören, bei durchschnittlichen Pkw nachrüsten. Zu diesen zählen neben der guten alten Alarmanlage, die es in allen Preisklassen im Kfz-Zubehörhandel gibt, auch die deutlich teureren GPS-Ortungssysteme, über die sich der Standort des Kfz jederzeit ermitteln lässt. Ein solches System kostet aber je nach Anbieter mehrere Hundert Euro. Zumeist kommen hier noch monatliche Gebühren für den GPS-Ortungsservice hinzu.
Nicht vergessen werden sollten die persönlichen Vorsichtsmaßnahmen, die für jeden Autofahrer gelten und die zudem kostenlos sind. So ist es ratsam immer das Lenkradschloss einzurasten und selbst bei kurzen Stopps beim Bäcker oder an der Tankstelle den Autoschlüssel abzuziehen, den Wagen zu verriegeln und den Schlüssel einzustecken. Dabei sollte auch immer beachtet werden, dass der Autoschlüssel nichts in der Jackentasche zu suchen hat. Denn oft gerät dieser dann in Vergessenheit und die Jacke samt Inhalt, beispielsweise im Restaurant, an einen Garderobenständer, wo sie für jedermann erreichbar ist. Wenn der Schlüssel dann entwendet oder verloren gegangen ist, besteht für Autofahrer die Möglichkeit, die Schlüsseldaten im Steuergerät in ihrer Vertragswerkstatt löschen zu lassen. In diesem Fall lässt sich dann die Wegfahrsperre auch mit dem abhanden gekommenen Autoschlüssel nicht mehr überbrücken.
Eine sehr wichtige Schutzmaßnahme gegen Autodiebstahl ist zudem die Wahl des Abstellorts. Sogar für die Höhe des Versicherungsbeitrags spielt das eine entscheidende Rolle. Wird das Auto nachts in einer Garage abgestellt, steht es sicherer als auf der Straße. Aus diesem Grund wirkt sich dieser Umstand auch positiv auf den Beitrag in der Kaskoversicherung aus.

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