Mittwoch, 13. März 2019Technik | Elektronik

Passive treiben die Deutsche Bauelemente-Distribution an

Deutsche Bauelemente-Distribution (gemäß FBDi e.V.) wächst solide in 2018.

Berlin, Deutschland – Ein ungewöhnlich kräftiges Umsatzplus von knapp 10% im letzten Quartal 2018 bescherte der deutschen Elektronik-Bauelemente-Distribution ein versöhnliches Jahresende. Um 9,8% auf 928 Millionen Euro stieg der Umsatz der im Fachverband Bauelemente-Distribution (FBDi e.V.) organisierten Distributionsunternehmen. Die Aufträge gingen dagegen um 4,2% auf 933 Millionen Euro zurück, was eine ausgeglichene Book-to-Bill-Rate von 1,01 bedeutet. Das Gesamtjahr 2018 endete mit einem Umsatz von 3,83 Milliarden Euro (plus 6,5%).

Bei den großen Produktsegmenten wuchsen die passiven Komponenten mit 13,3% (auf 134 Millionen Euro) am stärksten, gefolgt von den Halbleitern (11,5% auf 652 Millionen Euro) und der Elektromechanik (0,8% auf 89 Millionen Euro). Die Stromversorgungen legten um 5% zu auf 25 Millionen Euro, die Displays dagegen schrumpften um 13,4% auf 17,3 Millionen Euro. In der Umsatzverteilung legten die Halbleiter und die Passiven leicht zu - Halbleiter 70,2%, Passive 14,5% - die Elektromechanik (9,6%) und die Stromversorgungen (2,7%) verloren leicht. Andere Produkte trugen 3% zum Kuchen bei.

Im Gesamtjahr 2018 steht die Bilanz der FBDi Mitglieder gut da: 6,5% mehr Umsatz (3,83 Milliarden Euro) und 5,8% mehr Aufträge (4,13 Milliarden Euro).  Wie weit das Auftragspolster in 2019 hineinreicht, wird das laufende Quartal zeigen.
FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: “Erstaunlicherweise waren fast alle Quartale auf dem gleichen Umsatzniveau, die Bauteileverknappung hat die normale Saisonalität weggewischt. Angesichts der sich abschwächenden Aufträge kann davon aber im weiteren Verlauf von 2019 nicht ausgegangen werden. Wachstum wird sich, wenn überhaupt eher im niedrigen einstelligen Bereich abspielen.”

Über die generellen Aussichten für die Zukunft meinte Steinberger: “Jetzt warten wir erst mal den Brexit und die Delle in der deutschen Automobilindustrie ab, sowie einige außeropäische Unwägbarkeiten, die die nächsten 12 bis 18 Monate auf uns zukommen. Die gesellschaftliche Lösung zum Klimawandel liegt in intelligenteren und effizienteren Technologien und Systemen, die einen dauerhaft höheren Elektronikbedarf erwarten lassen. Deshalb sollten auch die Aussichten für uns Hightech-Dienstleister gut bis augezeichnet bleiben.”

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