Dienstag, 26. November 2019IT | Software | Computer

© Attingo Datenrettung

Attingo warnt vor Datenverlust bei HPE Server-SSDs aus dem Frühjahr 2016

Nach exakt 32.767 Stunden gibt die SSD den Geist auf

Hamburg, DeutschlandHaben Sie seit März 2016 einen HP Server mit originalen SSDs im Einsatz? Dann lauert in wenigen Tagen eine große Gefahr: Denn nach exakt 32.767 Stunden gibt die SSD den Geist auf.

Betroffene HPE-Systeme sind ProLiant-Server, Synergy, Apollo, JBOD D3xxx, D6xxx, D8xxx, MSA und StoreVirtual 3200-Arrays. Bei den betroffenen SSD-Reihen handelt es sich um 2,5-Zoll-SAS-SSDs mit 12 Gbit/s und Kapazitäten von 400 GB, 480 GB, 800 GB, 960 GB, 1,6 TB, 1,92 TB, 3,2 TB, 3,84 TB, 7,68 TB und 15,3 TB. SSDs aus 3PAR-, Nimble- und Primera-Arrays sind laut HPE hingegen nicht betroffen.

Werfen Sie also unbedingt einen Blick auf Ihre Firmware und patchen Sie diese auf Version HPD8, um das Desaster zu vermeiden, dass Ihre SSDs nach weniger als vier Jahren automatisch ausfallen.

Attingos technischer Leiter Peter Franck hierzu: “Wir vermuten als Ursache eine fahrlässige Verwendung eines sogenannten signed Integer (int16) in der System-Software. Die vermeintliche Sicherheit eines RAIDs schützt in diesem Fall überhaupt nicht, da alle Datenträger die selben Betriebsstunden aufweisen und somit gleichzeitig ausfallen!” Auch The Register (nachzulesen unter https://www.theregister.co.uk/2019/11/25/hpe_ssd_32768/) hat sich diese Frage gestellt und an HPE weitergeleitet, aber bis dato noch keine offizielle Antwort erhalten.

HPE entwickelt Firmware-Update, um SSD-Fehler zu stoppen
Eine HPE-Kundeninformation von letzter Wochebesagt, dass die SSD-Firmware-Version HPD8 ein kritisches Update ist. Denn wenn es nicht angewendet wird, fällt das Laufwerk in Betriebsstunde 32.768 aus, was 3 Jahre, 270 Tage und 8 Stunden bedeutet, und die Daten auf dem Laufwerk danachverloren gehen. HPE dazu weiter “Durch Missachtung dieser Benachrichtigung und Nichteinhaltung der empfohlenen Lösung, geht der Kunde das Risiko ein, dass in Zukunft Fehler auftreten.

In einer Erklärung des Unternehmens heißt es: “Ein Zulieferer hat HPE am 15.11. über einen Hersteller-Firmware-Defekt bei bestimmten Solid-State-Laufwerken informiert, die in ausgewählten HPE Server- und Speicherprodukten verwendet werden. HPE arbeitete sofort rund um die Uhr an der Entwicklung eines Firmware-Updates, mit dem der Fehler behoben werden kann.”

Über Attingo Datenrettung GmbH
Attingo Datenrettung ist ein führendes europäisches Spezialunternehmen für Datenrettung, ISO9001 zertifiziert und von der Republik Österreich staatlich ausgezeichnet. Die Datenrettung befasst sich mit der Rekonstruktion von Daten, die durch Löschung, Formatierung, technischen Defekt, Manipulation, Sabotage oder mechanische Einflüsse wie Wasser oder Feuer beeinträchtigt wurden. Attingo rettet nicht nur diese Daten sondern bietet auch Consulting im Bereich Datenvernichtung an. Das Unternehmen betreibt dazu modernste Reinraumlabors in Wien, Hamburg und Amsterdam und verfügt über Experten mit jahrelanger Erfahrung. Attingo ist in Notfällen für seine Kunden 24 Stunden an 7 Tagen in allen 52 Wochen zu erreichen.


Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Markus Häfele, Attingo Datenrettung GmbH, +4312360101, m.haefele@attingo.com

Gelesen: 36 News-ID: 25947 Pressefach